Bedeutung von Musik in der Kindheit

Kinder sind grundsätzlich an Musik begeistert, sie singen und tanzen gerne, im Kleinkindalter zunächst mit dem Vorbild der Eltern, später aus eigenem Antrieb heraus.
Fördert man sie durch eine selbstverständliche, freudige eigene musikalische Haltung frühzeitig, stellt sich ganz von alleine das kindliche Bedürfnis ein, ein Instrument erlernen zu wollen.

Es steht außer Zweifel, dass ein aktives Musizieren die Lebensqualität und Lebensfreude des Kindes
steigert und das Kind in seiner Entwicklung maßgeblich in folgenden Punkten fördert:
soziale Kompetenz

seelische Harmonie und Ausgeglichenheit

Bewegungsfreude und Vitalität

Festigung der Persönlichkeit

Intelligenzentwicklung, kognitive Entwicklung
(s.a. M. Montessori - zur Entwicklung der Intelligenz)

Konzentration

Kreativität
(s. a. Hans Günther Bastian - Institut für Musikpädagogik
Goethe Universität Frankfurt)
Die Entwicklung der Kinder verläuft sehr individuell und differenziert, sie bringen unterschiedliche Voraussetzungen
( z. B. Motorik, Konzentrationsvermögen, Auffassungsgabe, Rhythmusgefühl) mit, sind unterschiedlich ausgestattet und beginnen von ganz unterschiedlichen Ausgangspunkten aus ihren Weg zu gehen.

Aus diesem Grunde ist es notwendig, von "Schema F" als "Methode" ( griech. hodos=der Weg, meta= nach - wörtl. der Weg zu einem Ziel) abzusehen und jedes Kind individuell zu betrachten, mit Einfühlungsvermögen, Phantasie und Umsicht auf es einzugehen, um seine ganz eigene individuelle Musikalität zu fördern.

Dies gelingt in drei Schritten:
Singen als Basis (Urform) jeglichen Musizierens

Musizieren ohne Notenvorlage durch Nachahmung

Musizieren nach Notenvorlage
Singen als Basis (Urform) jeglichen Musizierens

Das Singen in der Familie, im Kindergarten und in der Schule ist ein unverzichtbarer Bestandteil musikalischer
Erziehung, das so früh wie möglich im Leben des Kindes beginnen sollte(vergl. auch Zoltan Kodaly).
Durch das Singen von Liedern und Erarbeiten eines Liederschatzes werden Kinder "musikalisiert", entwickeln innere Tonvorstellung und "erleben" Musik. Die Relative Solmisation kann hierbei zu Hilfe genommen werden.

Da in den Familien, in Kindergarten und Schule immer weniger mit den Kindern gesungen wird, bedarf es heute umso mehr einer besonderen Pflege dieser urmenschlichen Tätigkeit.Es ist auch inzwischen wissenschaftlich erwiesen, dass dies salutogenetisch (gesundend) wirkt, indem es unter anderem die Ausreifung der Atem- und Sprachorgane unterstützt.

Musizieren ohne Notenvorlage durch Nachahmung

Wenn Kinder aus einem Liederschatz schöpfen können, werden sie früher oder später das Bedürfnis verspüren, diese "Lieblingsmelodien" auch auf ein Instrument zu übertragen. Hierbei tritt das Instrument an die Stelle der Stimme, als "Werkzeug" musikalischen Ausdruckes.
Bei der Suche nach den richtigen Tönen auf dem Instrument ist das Kind immer wieder gefordert, zu- und hinzuhören, wobei der Lehrer diesen Prozess der Melodieerarbeitung helfend unterstützt. Mit der Zeit wird das Auswendiglernen der Lieder immer schneller vonstatten gehen, da sich das musikalische Gedächtnis des Kindes immer weiter aufbaut.
Kinder, die zu früh genötigt werden nach Noten zu spielen, spielen oft nur die Noten und nicht die musikalische Idee. Musizieren wird zum Hand - werk.
Wir vermissen die innere Anteilnahme des Kindes, und das Kind hört sich oftmals gar nicht mehr zu.
Auch sind Kinder oftmals damit überfordert die richtige Taste, den richtigen Griff, die richtige Saite in der richtigen Haltung und die Noten zu lesen und zu finden.
Mit Hilfe professionellen Gitarrenunterrichtes wird das Kind in seiner Entwicklung unterstützt und gefördert.
Musizieren nach NotenvorlageDas Gitarrespielen nach Noten sollte erst dann erfolgen, wenn die innere Tonvorstellung des Kindes hinreichend gebildet, die Haltung des Instrumentes gefestigt ist, und das Kind grundlegende technische Fähigkeiten erworben hat.